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Wixhäuser Orchester begeistern Publikum

Ein Unfall und was Japaner mit den Fotos machen

10_05_blowix„Endlich wieder daheim!“ begrüßte Abteilungsleiterin Ellen Frey am vergangenen Samstag die zahlreichen Gäste im Bürgermeister-Pohl-Haus, in Anspielung auf den sanierungsbedingten Ausfall des Konzertes im vergangenen Jahr. Doch „daheim“ blieb man nicht lange. Australien, Schweden, Österreich, USA, Rumänien, Frankreich, sogar bis ins Reich der Fantasie ging die musikalische Reise der beiden TSG Orchester.

Das Jugendblasorchester eröffnete den Abend schwungvoll mit „Flashing Winds“, einer Komposition, in der die Jugendlichen bereits ihre gute Intonation unter Beweis stellen konnten. Nach der Filmmusik zu „Jurassic Park“ und „Ross Roy“, einer Tondichtung, die den Alltag einer australischen Schule beschreibt, hatte sich Dirigentin Lisa Deußer einen besonderen Abschluss ihres Parts ausgesucht. Der „Langstrumpf-Samba“, der die bekannte Titelmelodie zur schwedischen Kinderfilmreihe in südamerikanisches Flair setzt, begeisterte Musiker und Publikum gleichermaßen.

Das Große Orchester zog anschließend nach Nordamerika zu den „Washington Grays“. Ein kleines Kind, das versunken in seiner Vorstellung (imagination) und Fantasie (fantasy) ein Bild malte, inspirierte den 26jährigen sauerländischen Komponist Thiemo Kraas zu seinem preisgekrönten Tongemälde „imagasy“. Die zum Teil ungewöhnliche Instrumentierung, die abwechslungsreichen Stil- und Charakteränderungen und vielschichtigen Rhythmiken verlangten besonders in der präsentierten etwas längeren Originalfassung von den Musikern eine saubere Intonation und ein klares, präzises Spiel, damit die kompositorischen Effekte voll zur Geltung kamen.

Nach einem Besuch in Österreich beim Musical „Elisabeth“, das die dramatischen Seiten der als Sissi bekannten Kaiserin erzählt, ging die musikalische Reise weiter ostwärts. In Thomas Doss „Romanian Overture“ glänzten die Wixhäuser mit ihren vielseitigen Fähigkeiten und feierten nach Klagelied und Gebet eine feurige rumänische Party. Dass auch mal etwas schief gehen kann, ist – nein, nicht menschlich, sondern tierisch! Mr. Toad, der Kröterich aus Kenneth Greenes Kinderbuch „The Wind in the Willows“ liebt nämlich Autos und fährt am liebsten viel und schnell. Dabei baut er allerdings auch des öfteren einen Unfall – meisterlich in der Komposition von Johan de Meij in Szene und von der Percussionabteilung umgesetzt.

„Was machen eigentlich die Japaner mit den ganzen Fotos, die sie so knipsen?“ fragte die charmante Moderatorin Gabi Volpers. Was Toshio Mashima betrifft, er verarbeitet sie in Musik. Seine Zusammenstellung französischer Chansons in „Paris Montmartre“ bildete den Abschluss des offiziellen Programms. Doch ohne mehrere Zugaben ließen die Zuhörer Rainer Laumann und sein Orchester nicht von der Bühne.

Aus den Reihen des Abteilungsvorstands hört man immer wieder, wie wichtig die Jugendarbeit in diesem Verein genommen wird. An diesem Abend konnte man die Früchte dieser Anstrengungen genießen. Beide Orchester zeigten mit ihrer Spielfreude und den Showeinlagen, wie vielseitig und unterhaltsam die sinfonische Blasmusik sein kann und machten Appetit auf mehr. Doch allzu lange müssen deren Fans nicht warten. Das Jugendblasorchester wird am 27.11. ein eigenes Konzert im Bürgermeister-Pohl-Haus geben, das Große Orchester plant am 3.10. ein Gastspiel im Großen Haus des Staatstheaters in Darmstadt.

 
Verabschiedung von Herrn Josef Hermann Fischbach

Am Sonntag, den 02. Mai 2010 war ganz Wixhausen auf den Beinen,

um sich in einem festlichen Gottesdienst und einer anschließenden

Abschlussfeier von Herrn Josef Herman Fischbach zu verabschieden.

Herr Fischbach war dreißig Jahre als Leiter der Aumühle tätigt und

hat wie kein anderer die Philosophie der Aumühle geprägt, aber

auch tiefe Spuren in Wixhausen hinterlassen. Mit Visionen und unermüdlichen

Einsatz hat er es geschafft, die Aumühle als eine feste Größe in Wixhausen

zu integrieren und den Bewohnerinnen und Bewohnern hier in Wixhausen

ein zu Hause zu geben.  Neben den Aumühlerinnen und Aumühlern und

langjährigen Weggefährten,haben auch Vertreter der Vereine und

der örtlichen politischen Verbände die Gelegenheit wahrgenommen,

sich von Josef Fischbach zu verabschieden.

Herr Franz Bormet für den Liederkranz, Herr Rainer Lutz für die Vertreter

der TSG, Günther Klein und Klaus Müller für den Gewerbeverein und der

Ortsvorsteher a.D. Herr Ludwig Melk. Für die CDU Wixhausen sprach

Hartwig Jourdan und für den FDP Ortsverband Arheilgen/ Wixhausen

Sandra Klein.

Aber auch viele Politiker aus Wiesbaden und aus Berlin  zeigten ihren

Respekt für die Leistung von Josef Fischbach.

So waren die Landtagsabgeordneten Raphael Reißer (CDU), Michael Siebel

(SPD) und Leif Blum (FDP) anwesend, sowie der beamtete

Staatssekretär im Bundesministerium für Familie und Soziales, Andreas Storm.

Die Nachfolge von Herrn Fischbach liegt in guten Händen.

Frau Marion Ploner – ein echtes „Wixhäuser Mädchen“ - wird in Zukunft

die Leitung der Aumühle übernehmen.

Und sie versprach: „ Ich werde die Asche nicht anbeten, sondern die Glut

am Brennen halten!“

 

Wixhausen sagt Danke und Auf Wiedersehen!

Hermann Josef Fischbach

 
Musik und Fantasie

Vorverkauf für Konzert in Wixhausen beginnt

Nachdem sich das Sinfonische Blasorchester der TSG Wixhausen im Frühjahr 2009 mangels Konzertsaal mit der hervorragend gelungenen Aufnahme seiner ersten CD „Dialog“ beschäftigte, kann 2010 das traditionelle Frühjahrskonzert im frisch sanierten Bürgermeister-Pohl-Haus wieder stattfinden. Die Zuhörer wird es freuen, zeigte sich doch bereits beim erfolgreichen Neujahrskonzert, dass sich die Akustik deutlich verbessert hat, und der Orchesterklang viel ausgewogener im Saal zu hören und zu genießen ist. Damit dürfte dann auch das aktuelle Programm viel besser zur Geltung kommen, besteht es doch hauptsächlich aus Kompositionen, die die Fantasie beflügeln.

Kenneth Greene schrieb für seinen blinden Sohn das Kinderbuch „The Wind in the Willows“, in dem es um das Leben der Tiere an einem Fluss geht. Das optimistisch geschriebene Buch mit seiner freundlich-heimeligen Atmosphäre erinnerte Johan de Meij an seine eigene Jugend und inspirierte ihn zur gleichnamigen, mehrsätzigen Tondichtung.

Fantasie steckt auch wortwörtlich in „Imagasy“, einem Konglomerat von imagination und fantasy, von Thiemo Kraas. Die Art, wie ein kleines Mädchen ein Bild malte, hatte Kraas zu diesem Werk inspiriert. So, wie das Kind ein Detail nach dem anderen gezeichnet hatte, setzen nach und nach einzelne Musiker ein. Und so, wie jede neue Farbe den Charakter des Bildes geändert hatte, wechseln Stilarten und Klangfarben. Beim Kompositionswettbewerb „Jugend komponiert NRW“ erhielt Kraas hierfür einen zweiten Preis.

Der Konzertmarsch „Washington Grays“, die „Romanian Overture“ von Thomas Doss und ein Medley aus dem Musical „Elisabeth“ sind weitere Höhepunkte des Abends.

Die Veranstaltung am 8.5. beginnt um 19.30 Uhr im Bürgermeister-Pohl-Haus in Wixhausen. Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 5 Euro) sind ab sofort im Kiosk Müller am Wixhäuser Bahnhof sowie bei allen Musikern erhältlich. Weitere Informationen sowie einen Link zur Kartenbestellung finden Sie unter www.blasorchester-wixhausen.de.

 
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