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Geschwindigkeitsmessung in der Hindemithstraße, 60% seien zu schnell!?
Aha, jedoch sind 60% lediglich eine Zahl und spiegeln weder Sinnhaftigkeit eines Tempolimits von 30 km/h an diese Stelle wider, noch wird berücksichtigt ob es sich um einen Unfallschwerpunkt handelt, dort unverhältnismäßigen Emission vorhanden sind und wie die baulichen Gegebenheiten sind.
Verkehrsicherheit ist ohne Zweifel ein wichtiges Thema. Insbesondere innerorts und auf Schulwegen. Ja, dort wo max. 30 km/h erlaubt ist, sind diese auch per es einzuhalten. Jedoch sollte man mit gesundem Menschenverstand abwägen, ob man nun wirklich ein Fass aufmachen will oder ob man seine Ressourcen auf wertvollere Themen verwendet.
Die Hindemithstraße verfügt über zwei extrabreite Fahrbahnen, mit jeweils einem Standstreifen, welche die recht breiten Bürgersteige von den Fahrbahnen trennen. An dieser Stelle Tempo 30!? Naja, es findet sich für alles eine Argumentation. Aber nun gut, nehmen wir es mal als gegeben hin.
So, Anwohner beschweren sich, dass auf der Hindemithstraße, 60% zu schnell sein. Es wird sogar ein Lösungsvorschlag erwartet? Zurück zum gesunden Menschenverstand. Was erwarten den jetzt die Anwohner an Maßnahmen auf einer Hauptverkehrsstraße, einer Straße welche alles andere als ein Unfallschwerpunkt ist und baulich einer Autobahn anmutet? Einen fest installierten Blitzer? Bauliche Maßnahmen ala Darmstädter Verkehrsbehinderungspolitik, Schallschutzwände oder gar eine Anlieger frei Regelung? Reißerische Aussage? Nichts ist unmöglich heutzutage oder unsinnig genug um nicht doch gehör zu finden und sogar Wortreich (event. sogar noch mit einem Gutachten auf Kosten der Allgemeinheit untermauert) zu Argumentieren.
Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich rasserein Unterstütze. Aber ich denke auf der der Hindemithstraße wären auch unbedenklich 50km/h zu vertreten, ohne dass auch nur ein Unfall mehr eintreten würde oder es zu unerträglichen Emissionen kommen würde (es waren mal 50 km/h erlaubt). Für mich ist dass ein Beispiel für Individualinteressen, welchen leider auch noch gehör geschenkt wird. Denn einen glaubhaften Handlungsbedarf sehen wohl sicher lediglich Anwohner und einige wenige Sympathisanten. Nicht mal Eltern können hier ernstzunehmende Ängste um das Wohl ihrer Kinder haben.
Man darf gespannt sein wie sich diese Posse weiterentwickelt und wie die Steuergelder zur Förderung einzelner Anwohnerinteressen ausgegeben werden sollen.
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